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Ein Landhaus aus der Barockzeit – Wie Farbe Geschichte und Gegenwart verbindet
Wie lässt sich ein historisches Haus modernisieren, ohne ihm seinen Charakter zu nehmen? Bei der Grundsanierung dieses alten Landhauses war genau das die zentrale Frage. Gemeinsam mit Farbberaterin Christina von Mangoldt entstand ein Farbkonzept, das den Bestand respektiert und gleichzeitig Ruhe, Leichtigkeit und eine zeitgemäße Atmosphäre in die Räume bringt.
Das alte Landhaus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Historische Balken, alte Holzböden, ein großer Kamin und unterschiedliche Holzarten prägen das Gebäude. Viele dieser Elemente sollten auch nach der umfassenden Sanierung sichtbar und spürbar bleiben.
Gleichzeitig wünschten sich die Eigentümer ein helleres, ruhigeres Wohngefühl. Statt die Geschichte des Hauses zu überdecken, sollte Farbe dabei helfen, Alt und Neu miteinander zu verbinden.
Vom kräftigen Grün zu GLAMBECKSEE
Schon von außen zeigt sich, wie viel ein veränderter Farbton bewirken kann. Das zuvor verwendete Grün an Türen und Fensterläden wirkte aus der Entfernung durchaus stimmig, aus der Nähe jedoch sehr kräftig und dominant.
Die Eigentümer entschieden sich deshalb für GLAMBECKSEE 563. Der gedeckte Grau-Blauton wirkt weicher und zurückhaltender und fügt sich wunderbar in die historische Architektur des Hauses ein.
Dabei bleibt GLAMBECKSEE nicht auf den Außenbereich beschränkt. Der Farbton findet sich auch im Inneren wieder und schafft so eine Verbindung zwischen Haus und Umgebung. Die Türen wurden in Satinlack gestrichen, für die Fensterläden kam Wetterschutzfarbe zum Einsatz.

VORHER: Das Grün war zu hart und zu dominant.

VORHER

NACHHER: Gestrichen in GLAMBECKSEE 563 sieht das Landhaus gleich viel stimmiger aus.
Bestehendes bewahren, statt alles neu zu machen
Im Eingangs- und Treppenbereich zeigt sich besonders schön, wie Bestand und neue Farbgestaltung zusammenspielen. Der historische Fußboden, der Kamin und die alten Balken sollten hier unbedingt erhalten bleiben.
Die Wände wurden in HAUTE PROVENCE 524 gestrichen. Der warme, sanfte Ton verbindet die unterschiedlichen Materialien miteinander und gibt dem eher lichtarmen Raum Wärme und Freundlichkeit.
Da die vorhandenen Balken in Qualität, Größe und Farbigkeit sehr unterschiedlich waren, wurden sie in diesem Bereich mit der Deckenfarbe CARMELIA 142 mitgestrichen. Dadurch wirkt die Decke ruhiger und der gesamte Raum gewinnt an Leichtigkeit – ohne dass die historische Konstruktion verloren geht.

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NACHHER: Eingangsbereich in HAUTE PROVENCE 524.
Eine neue Küche, die selbstverständlich zum alten Haus gehört
In der Küche wurde ebenfalls Bestehendes in die Jetzt-Zeit geholt und zu einem stimmigen Raumkonzept vereint. Die neuen Küchenfronten wurden METROPOLIS 162 nachempfunden; die Holzleisten hinter der Eckbank und auch die Eckbank selbst greifen den Farbton ebenfalls auf.
Bei Wänden und Decke wurde bewusst auf einen Farbwechsel verzichtet: PERFECTION 144 läuft durchgehend über beide Flächen und sorgt damit für ein ruhiges, großzügiges Raumgefühl.
Der alte Küchentisch, der Fußboden und die farbenfroh gestrichenen Stühle setzen dazu einen bewussten Kontrast. Gerade diese Mischung aus neuen, funktionalen Elementen und vorhandenen Einzelstücken lässt die Küche selbstverständlich in das historische Haus passen.

Vorher: Die Küche war zu diesem Zeitpunkt noch wenig einladend.

Nachher: Gestrichen in PERFECTION 144 (Decke und Wände) und METROPOLIS 162 (Eckbank und Küchenfronten) wirkt die Küche nun ruhig und großzügig.
Balken dürfen sichtbar bleiben – aber leichter wirken
Im Wohnzimmer spielen die historischen Deckenbalken eine wichtige Rolle. Hier sollten sie weiterhin sichtbar bleiben, gleichzeitig aber weniger schwer und dominant wirken.
Dafür wurden sie mit CARMELIA 142 geschlämmt. Die Struktur und Unebenheiten des alten Holzes bleiben erkennbar, während die helle Farbigkeit den Balken optisch etwas von ihrer Schwere nimmt.
Für die Wände fiel die Wahl auf CHIFFON 520, eine hellere Verwandte von HAUTE PROVENCE 524. Der freundliche, zurückhaltende Farbton schafft zusammen mit dem historischen Holzboden und den aufgehellten Balken eine ruhige Atmosphäre, in der auch die vorhandenen Möbel und Textilien selbstverständlich ihren Platz finden.

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NACHHER: Das Wohnzimmer in CHIFFON 520.
HEINRICH für die Gästezimmer
In den Gästezimmern im Erdgeschoss bringt HEINRICH 1919 eine andere Nuance in das Farbkonzept. Das zarte Grau-Blau wurde mit weißen Möbeln und den vorhandenen Holzböden kombiniert.
Fenster und Decken in CARMELIA 142 halten die Räume hell. Die alten Balken bleiben dabei als Teil der Geschichte sichtbar und bilden einen natürlichen Gegenpol zu der klaren Einrichtung.
In einem der Räume wird GLAMBECKSEE 563 an Bücherbord und Fußleisten erneut aufgegriffen. Die Wiederholung des Farbtons ist bewusst gewählt: Sie verbindet nicht nur die Räume untereinander, sondern führt die Farbigkeit der Fassade im Inneren weiter. Die Gardinen nehmen zusätzlich die warmen Nuancen der historischen Balken auf.

VORHER: Vom Wohnzimmer erreicht man eins der beiden Gastzimmer.

Kaum wiederzuerkennen! Das Gastzimmer in HEINRICH 1919. Die Gardinen greifen zusätzlich den warmen Ton der geschlämmten Balken auf.

Zu HEINRICH 1919 an den Wänden setzen Bücherbord und Fußleisten in GLAMBECKSEE 563 feine Akzente – ein Farbton, der sich im ganzen Haus immer wiederfindet und Innen- und Außenbereich miteinander verbindet.

VORHER: Das zweite Gastzimmer im Erdgeschoss – dominierende Deckenbalken und noch relativ „ungastlich“.

Das Grau-Blau HEINRICH 1919 macht auch hier den Unterschied. Fenster und Decken in CARMELIA 142 runden den Raum ab.
Ein Farbkonzept, das Räume miteinander verbindet
GLAMBECKSEE 563, HEINRICH 1919, CHIFFON 520, HAUTE PROVENCE 524, METROPOLIS 162 und CARMELIA 142 bilden gemeinsam die Farbwelt des Erdgeschosses.
Dabei geht es weniger darum, jeden Raum für sich zu betrachten. Viele der verwendeten Farbtöne tauchen an unterschiedlichen Stellen wieder auf – an Wänden, Türen, Fußleisten, Einbauten oder Küchenfronten. Dadurch entsteht trotz unterschiedlicher Raumstimmungen ein durchgängiges Gesamtbild.
Das Ergebnis zeigt, dass eine behutsame Modernisierung eines historischen Hauses nicht bedeutet, seine Geschichte aus der Barockzeit verschwinden zu lassen. Im Gegenteil: Farbe kann dabei helfen, vorhandene Elemente neu wirken zu lassen, unterschiedliche Materialien miteinander zu verbinden und dem historischen Bestand mehr Ruhe und Modernität zu geben.
So ist aus dem alten Landhaus ein Ferienhaus geworden, in dem seine Geschichte weiterhin sichtbar ist – nur leichter, ruhiger und zeitgemäßer.

Möchten Sie das Landhaus selbst erleben?
Das historische Landhaus kann als Ferienhaus gebucht werden. Wenn Sie die besondere Atmosphäre des Hauses, seine historischen Details und das Farbkonzept selbst erleben möchten, finden Sie hier weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Buchung.
