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Welche Grundierung benötige ich für mein Möbelstück?

Endlich naht Hilfe im Grundierungs-Dschungel! Gerade Anfänger fühlen sich von der enormen Auswahl an Grundierungen für ihre Möbelstreichprojekte überfordert. Welche Grundierung wann am besten aufgetragen wird und wann Sie sich den Arbeitsschritt des Grundierens sparen können, erfahren Sie in diesem Beitrag zum Thema Grundierungen für Möbelstücke, die mit Kreidefarbe oder wasserbasierten Lacken gestrichen werden.

Sperrgrund

Sperrgrund ist die klassische Grundierung für viele Holzmöbel. Egal ob Kiefernschrank, Türzarge aus Holz oder Echtholzparkett – für diese Projekt eignet sich unser Anna von Mangoldt Sperrgrund am besten. Doch wann benutze ich Sperrgrund?

Bei Echtholzmöbeln, Türen oder anderen Projekten, bei denen Holz gestrichen werden soll, können nach dem Streichen ohne Grundierung unschöne Flecken entstehen. Holz ist ein Naturprodukt, das zum Teil noch Jahrzehnte nach der ersten Verarbeitung seine Inhaltsstoffe absondert. Gerbsäuren, Öle und Harze können ohne eine Grundierung ungehindert durch die Farbschicht hindurchdringen und sorgen – besonders bei hellen Folgeanstrichen – für gelbe bis rosafarbene Flecken auf dem Ergebnis oder für ein Durchscheinen der Astlöcher. Um dies zu verhindern, sollten Sie bei Holzmöbelstücken immer unseren Sperrgrund auftragen. Anna von Mangoldt Sperrgrund ist eine wasserbasierte Grundierung, die die Holzinhaltsstoffe absperrt und verhindert, dass sie durch die Farbschicht an die Oberfläche treten und für Verfärbungen sorgen.

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Haftgrund

Anna von Mangoldt Haftgrund eignet sich perfekt für glatte Oberflächen, auf denen eine Haftvermittlung zwischen der Oberfläche und der Farbe stattfinden muss. Das ist beispielsweise bei den kunststoffbeschichteten Oberflächen vom Möbelschweden der Fall. Gerade bei diesen kunststoffbeschichteten Flächen halten Kreidefarbe oder wasserbasierte Lacke auch ohne Grundierung auf der Oberfläche, sie sind aber oft weder stoßfest noch strapazierfähig. Durch die Verwendung von Haftgrund entsteht eine Haftvermittlung zwischen den beiden Oberflächen und das Ergebnis wird stoßfest und widerstandsfähig. Der Vorteil unseres Haftgrunds ist, dass dieser besonders einfach aufzutragen ist. Statt wie bei der Spezialgrundierung einen Härter und die Spezialgrundierung miteinander zu mischen, wird  Haftgrund direkt anwendungstauglich geliefert.

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Wie unterscheiden sich Sperrgrund und Haftgrund?

Haftgrund sollte mit der aktuellen Rezeptur nicht auf Holzoberflächen aufgetragen werden bei der Holzinhaltsstoffe durchschlagen könnten. Haftgrund ist für glatte Oberflächen geeignet, die sich schlecht anschleifen lassen ( wie z. B. Furnier). Bei durchschlagenden Hölzern sowie rostigen Oberflächen empfehlen wir Anna von Mangoldt Sperrgrund.

Wie unterschieden sich Haftgrund und Spezialgrundierung?

Bei starren Untergründen wie z. B. stärker beanspruchten Fliesen oder hochglanzlackierten Oberflächen (insbesondere Küchenfronten) empfehlen wir weiterhin Anna von Mangoldt Spezialgrundierung. Spezialgrundierung besteht aus zwei Komponenten und ist damit deutlich schwerer zu verarbeiten als Haftgrund. Beide Produkte dienen als Haftvermittler bei glatten Oberflächen.

Spezialgrundierung

Die Spezialgrundierung war bisher das Produkt, dass wir bei enorm glatten Oberflächen empfohlen haben. Bei der Spezialgrundierung handelt es sich allerdings um ein Produkt, das aus zwei Komponenten besteht und erst von Ihnen zusammengemischt wird. Das macht die Anwendung des Produkts für den Laien meist sehr kompliziert, weshalb wir für bestimmte Bereiche nun unseren neuen Haftgrund empfehlen. Auch unsere Spezialgrundierung eignet sich zum Grundieren von enorm glatten Oberflächen. Für Küchenfronten, die täglich in Gebrauch sind, für glatte Fliesen oder Hochglanzoberflächen empfehlen wir auch weiterhin unsere Spezialgrundierung, da bei diesem Produkt die Haftvermittlung noch etwas größer ist als beim neuen Haftgrund.

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Sperrgrund

Wir empfehlen Sperrgrund für folgende Oberflächen: Holzoberflächen wie Kiefer, Eiche und Mahagoni, die einen deckenden Folgeanstrich mit Kreidefarben erhalten sollen, aber auch für Holzmöbel, -türen, -fenster oder Fachwerk. Sperrgrund dient außerdem als Grundierung für leicht rostende Heizkörper.

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Haftgrund

Haftgrund sollte auf folgenden Oberflächen verwendet werden: Auf alten Dispersionsanstrichen, Lackierungen, Kunststoffoberflächen wie z. B. Hart-PVC, Zink, Aluminium, Kupfer und vielen anderen kritischen Untergründen vor nachfolgenden Beschichtungen mit Anna von Mangoldt Farben und Lacken.

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Spezialgrundierung

Spezialgrundierung sorgt auf sehr glatten, schlecht haftenden Untergründen für eine Haftvermittlung. Für viele glatte Oberflächen eignet sich auch unser Haftgrund. Die Anwendung unserer Spezialgrundierung empfehlen wir für (keramische) Fliesen, für häufig genutzte Küchenfronten oder Hochglanzoberflächen.

Zur Spezialgrundierung

Wird es Sperrgrund und Spezialgrundierung weiterhin geben?

Da jedes dieser drei Produkte seinen eigenen Anwendungsbereich und damit individuelle Vorteile hat, bieten Spezialgrundierung, Sperrgrund und Haftgrund als Grundierung für Ihr Streichprojekt an.

Wann benötige ich keine Grundierung?

Sie benötigen aus unserer Sicht nicht zwingend eine Grundierung, wenn Sie dekorative Möbelstücke mit glatter Oberfläche streichen, bei denen das Ergebnis nicht stoß- und kratzfest sein muss. Diese Oberflächen können Sie direkt mit unseren Lacken streichen.

Außerdem ist eine Grundierung bei Hölzern, die mit einem dunklen Folgeanstrich versehen werden sollen, nicht unbedingt notwendig. Wenn Sie sich allerdings sicher sein wollen, dass der Folgeanstrich nicht doch durch die Holzinhaltsstoffe verfärbt wird, sollten Sie auch hier mit unserem Sperrgrund grundieren.